Harmonikafreunde und „musicus“ präsentieren sich in neuen vier Wänden

Nun endlich war es soweit! Die Harmonikafreunde sind in die renovierten Räume des „alten Feuerwehrhauses“ in der Bahnhofstraße 39 a umgezogen.

Zu diesem Anlass veranstalteten wir am Samstag, den 21. April 2007 eine Einweihungsfeier, zu der unter anderem Vertreter der Gemeinde, Vereine, Pfarrgemeinde, Musikschullehrer und Presse geladen waren.

Eröffnet wurde die Einweihungsfeier um 19 Uhr mit einem kräftigen, symbolischen Paukenschlag. Der 1. Vorsitzende begrüßte die zahlreichen Gäste, die der Einladung gefolgt waren und gab im Anschluss daran die Bühne frei für zwei künstlerische Vorträge der Akkordeonsolistin Carolin Holat, die mit ihren 16 Jahren bereits als ein außergewöhnliches Talent unter den Akkordeonspielern gilt. Sie hat in der Vergangenheit schon viele nationale und internationale Wertungsspiele bzw. Wettbewerbe mit Bravour bestritten.

Danach übergab Manfred Heger, der während des ersten offiziellen Teils der Feier durch das Programm führte, das Mikrofon an Bürgermeister Johs. Der Bürgermeister lobte das freundliche und attraktive Erscheinungsbild der renovierten Räume, beglückwünschte zu dem Schritt, den der Verein und die Musikschule mit der Entscheidung des Standortwechsels und der damit verbundenen Ausgaben und Mühen gewagt hatte. Herr Johs erwähnte, dass die Gemeinde den Verein in finanzieller Hinsicht bereits unterstützt habe, es ihm aber persönlich am Herzen läge, darüber hinaus die Kostenübernahme der Getränke der Einweihungsfeier dem Verein als zusätzliches Geschenk zu machen.

Als weiterer Gratulant betrat Herr Pfarrer Rösch der evangelischen Kirchengemeinde das Rednerpult und richtete ebenfalls herzliche Glückwünsche an die neuen Hausherren. Pfarrer Rösch machte deutlich, wie wichtig es in der heutigen Zeit doch sei, sich aktiv mit Musik zu beschäftigen oder sich ihr zu widmen, weil Musik eine Gottesgabe sei und der Seele gut tue. Am Beispiel von David, der ein Harfenspieler war, knüpfte Pfarrer Rösch eine Verbindung zur Musik, wie sie bei den Harmonikafreunden und der Musikschule praktiziert und gelebt wird. Herr Pfarrer Rösch gab den Harmonikafreunden und der Musikschule seine besten Wünsche und Gottes Segen mit auf den Weg.

Danach nahm Gitarrenlehrer Pavel Khlopovski - ein diplomierter und höchst talentierter Musiker - auf der Bühne Platz. Er brachte die zwei Stücke „Elegia“ und „Tarantella“ zu Gehör, die die Leichtigkeit des südeuropäischen Lebensstils charakterisierten. Vor der nächsten musikalischen Einlage - wiederum von Caroline Holat - stellte Manfred Heger kurz die verschiedenen Instrumente vor, die an der Musikschule „musicus“ derzeit unterrichtet werden, sowie die speziellen Angebote, wie z. B. die musikalische Früherziehung, die für die Kleinsten angeboten wird. Daran anknüpfend wies er darauf hin, dass mit Bezug der neuen Räume nun auch neue Kapazitäten geschaffen werden konnten und somit die Musikschule noch jede Menge Schüler aufnehmen könne. Die ausgezeichnete Jugendarbeit des Vereins könne man auch unterstützen, indem man Mitglied wird. Der Jahresbeitrag von 24 € sei ja geradezu ein Schnäppchen.

Anschließend lockerte Caroline Holat den immer noch offiziellen Teil mit klassischen als auch künstlerischen Stücken auf. Das Publikum war hellauf begeistert von den Vorträgen „Präludium und Fuge D-Dur“ von Bach, “Sonate F-Dur“ von Scarlatti und „Eisblumen am Fenster“ aus der Suite Winterbilder von Kusjakow.

Manfred Heger ergriff wieder das Mikrofon und richtete nun seine speziellen Dankesworte an die über 50 Helfer und Helferinnen, die mit viel Elan und Engagement das Unglaubliche geschafft hatten! Viel Freizeit wurde anhand der immensen Renovierungsarbeit geopfert und mitunter war viel Schweiß geflossen. Mehr als 1500 Arbeitsstunden wurden seither von den Helfern eingebracht. Besondere Anerkennung gilt dabei dem so genannten „Superteam“: Dieter Nees, Siegmund Zachmann und Rudi Lang. Ohne die fleißige Unterstützung der Helfer, sowohl aus dem Verein, als auch von Freunden und Bekannten, wäre das Projekt „neue Räumlichkeiten“ gescheitert. Heger ließ in Kürze die Vereinschronik - von der Gründung des Vereins bis zum heutigen Tage - Revue passieren. Der Verein hatte im Laufe der vergangenen Jahre und Jahrzehnte schon einige Male die Probenlokalitäten wechseln müssen. Demzufolge haben sich die Harmonikafreunde anfangs im Nebenraum vom Gasthaus Grünen Baum getroffen, um ihre Proben abzuhalten. Die Lokalitäten wechselten in den folgenden Jahren über Gasthaus Krone, Gasthaus Strauss, bis zu den Räumen des „alten Schulhauses“ in der Bahnhofstr. 41. Die Räume waren oft nicht im allerbesten Zustand, und daher musste der Verein in der Vergangenheit schon beträchtliche Mittel in Renovierungsarbeiten investieren. Danken wollte Manfred Heger sowohl dem Basketballverein, vor allem für die gute „Nachbarschaft“ und gute Kooperation, als auch dem neuen Mitmieter, der Firma Tschernik, zu der von Anfang ein gutes Verhältnis aufgebaut werden konnte. Besondere Dankesworte richtete er an Jürgen Lang, der als 2. Vorstand der Harmonikafreunde einen großen Teil der Verantwortung für dieses Projekt zu tragen hatte. Die während dessen an die Wand projizierten Schnappschüsse vermittelten den Gästen die einzelnen Entwicklungsstufen und Fortschritte der Renovierungsarbeiten, des anschließenden Umzugs und die gut greifende Zusammenarbeit unter den einzelnen Helfern.

Als kleine sinnliche Pause wechselte Pavel Khlopovski erneut auf die Bühne. Seine künstlerischen und auf höchstem Niveau dargebotenen Stücke „Capriccio Arabico“ und „Rafaga“ regten die Zuhörer zum Nachdenken und Schwelgen an. Das Publikum belohnte es mit viel Applaus.

Herr Girrbach vom Deutschen Harmonika Verband hatte ebenfalls zum Anlass der Einweihungsfeier „hereingeschaut“, um den Akkordeonspielern und Musikschülern seine Glückwünsche zu überbringen. Er berief sich auf den Bericht in den BNN, der ihm ins Auge gestochen war. Der Anzeigentitel „Spezielle Gipstechnik für musikalischen Hochgenuss“ traf seiner Meinung nach voll auf den Punkt. Er verwies des weiteren auf die ARD-Aktion „Kinder sind Zukunft“ und verglich die musikalische Ausbildung, wie sie bei den Harmonikafreunden und „musicus“ praktiziert wird, als positives Beispiel einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung für Kinder und Jugendliche.

Als letzten musikalischen Beitrag brachte Carolin Holat anschließend „Manualiter“, welches die Spielerin selbst mit einer modernen Krimimusik verglich, sowie die „Winterbilder“ zu Gehör.

Nach einer kurzen Umbaupause wurde anschließend der gemütliche Teil mit Sektempfang eröffnet. Am überaus reichlichen Bufet wurde den Gästen raffinierte Canapé-Variationen gereicht.

Die Gäste nutzen die Gelegenheit, um die verschiedenen Räume genau zu inspizieren und sich mit den Vereinsmitgliedern und anwesenden Lehrern über weitere Details des Vereins bzw. des Musikunterrichts auszutauschen. Die Feier war wahrlich gelungen und die Gäste verweilten noch bis spät in die Nacht in fröhlicher Runde.

 
FacebookTwitterGoogle BookmarksLinkedinRSS FeedPinterest